Willkommen beim Bibliodrama


Mahatma Gandhi, 1869-1948, indischer Freiheitskämpfer des gewaltfreien Widerstands
wird das folgende Zitat zugeschrieben:

Ihr Christen habt in eurer Obhut ein Dokument mit genug Dynamit in sich,
die gesamte Zivilisation in Stücke zu blasen,
die Welt auf den Kopf zu stellen;
dieser kriegszerrissenen Welt Frieden zu bringen.
Aber ihr geht damit so um, als ob es bloß ein Stück guter Literatur ist,
sonst weiter nichts.

Fürs Bibliodrama ist dieses “Dokument” (die Bibel) mehr als nur gute Literatur: 
Bibliodrama ist die kreative Auseinandersetzung in einer Gruppe mit biblischen Texten in Verbindung mit der eigenen Persönlichkeit, unabhängig von kirchlichen Vorerfahrungen, religiösen Einstellungen oder Glaube. 
Jenseits von Dogmatik und theologischer Literatur ist Bibliodrama das lebendige "inszenierte Abenteuer der Begegnung" von einzelnen mit dem biblischen Text, so Dr. Wolfgang Wesenberg, Ehrenvorsitzender der Gesellschaft für Bibliodrama.
Im Bibliodrama machen Menschen die oft überraschende Erfahrung, dass die Auseinandersetzung mit den alten biblischen Texten erstaunliche Kräfte für eigene heutige Lebenssituationen frei setzten kann.
Bibliodrama nutzt die Freude an Spiel und die vielfältige Kreativität in der Gruppe – der Körper wird mit allen Sinnen in ein persönliches Bibelverstehen einbezogen. 
Textmeditation, Austausch in der Gruppe, Tanz, szenisches Spiel und Körperarbeit sind Elemente des Bibliodramas.
In letzter Zeit kommen Einsichten und Übungen der “Gewaltfreien Kommunikation” nach Marshal B. Rosenberg dazu.  

Ich leite Bibliodrama-Wochenenden nunmehr seit 38 Jahren, zuerst gemeinsam mit Don Chen, Bergisch-Gladbach. Er war freiberuflicher Therapeut, Bioenergetiker und Dozent am Psychoanalytischen Institut Nordrhein in Düsseldorf. Nach dessen Tod im Juli 2020 ist Martin Röttger, Pfarrer an der Ev. Kirchengemeinde Bochum-Wiemelhausen und Bibliodrama-Leiter mit in die Leitung gekommen. 

Die Bibliodrama-Wochenenden finden i.d.R. zwei Mal im Jahr in der Katholischen Akademie Die Wolfsburg in Mülheim an der Ruhr statt. 

Aktuelle Termine


Freitag, 13. November 2026, 18.00 Uhr bis 
Sonntag, 15. November 2026, 16.00 Uhr

Katholische Akademie, Die Wolfsburg, Falkenweg 6
45478 Mülheim/Ruhr

Martin Röttger und Arno Lohmann, Bochum

Eine Mutter bittet für ihre Tochter
Matthäus 15,21-28

In dieser Geschichte bittet eine Frau aus Kanaan, aus dem Gebiet von Tyrus und Sidon, eine Heidin, Jesus um Hilfe für ihre abhängige, kranke Tochter. Das Ausmaß ihres Leids scheint unendlich groß. Geradezu teuflisch scheinen die Abhängigkeiten zu sein und unendlich die Verzweiflung über die gegenseitigen Abhängigkeiten. 
Wie findet man heraus aus der der “Dämonie”, aus der Verheerung der Angst,  zurück zu einer Geborgenheit, in der wieder alle leben können? 
Enge religiöse Vorstellungen und Vorurteile blockieren in dieser Geschichte den Heilungsprozess. Wie können sie überwunden, besser, wie können sie heilend erweitert werden?
Diese spannenden Lebensfragen, sind heute noch genau so aktuell wie zur Zeit Jesu. Ihnen gehen wir in diesem Bibliodrama nach, indem wir unsere persönlichen Erfahrungen in Beziehung zu dem Text und den anderen in der Gruppe bringen.
Textarbeit, kreatives Gestalten, Gruppenrollenspiele, Tanz und Meditation sind Elemente des Bibliodramas.   

Diese Tagung ist ausgebucht. Eine Warteliste ist eingerichtet.
Anmeldungen (nur nach persönlicherem Gespräch) an: a.lohmann@t-online.de 


Freitag, 16. April 2027, 18.00 Uhr bis 
Sonntag, 18. April 2027, 16.00 Uhr

Katholische Akademie, Die Wolfsburg, Falkenweg 6
45478 Mülheim/Ruhr

Martin Röttger und Arno Lohmann, Bochum
 

Thema folgt noch


Freitag, 05. November 2027, 18.00 Uhr bis 
Sonntag, 07. November 2027, 16.00 Uhr

Katholische Akademie, Die Wolfsburg, Falkenweg 6
45478 Mülheim/Ruhr

Martin Röttger und Arno Lohmann, Bochum
 

Thema folgt noch


Zurückliegende Termine

Freitag, 13. Februar 2026, 18.00 Uhr bis 
Sonntag, 15. Februar 2026, 16.00 Uhr

Katholische Akademie, Die Wolfsburg, Falkenweg 6
45478 Mülheim/Ruhr

Martin Röttger und Arno Lohmann, Bochum

Maria und Martha
Bibliodrama zu Lukas 10,38-42

In diesem Text treffen unterschiedliche Lebensentwürfe zweier Schwestern aufeinander. Es kommt zum Konflikt. 
Worauf kommt es an und was ist notwendig für ein “besseres” Leben? 
Folgen wir Rollenerwartungen oder den inneren wahre Bedürfnissen - und kennen wir die überhaupt? 

In dem lebendigen Prozess des Bibliodramas fragen wir, woran wir uns orientieren und welchen Bedürfnissen wir folgen wollen, im Miteinander und in der Gestaltung unseres Alltags?
Der Text lädt auch heute noch ein zu einem Bibliodrama auf den Spuren gelingender Geschwisterlichkeit.
Und: Ist das wirklich nur eine Frauengeschichte?  

Textmeditation, Austausch in der Gruppe, Tanz, szenisches Spiel und Körperarbeit sind Elemente des Bibliodramas. 

Kosten: 310 € (EZ, 3 Mahlzeiten, Kaffee/Tee/Kuchen, Seminargebühr)

Anmeldungen an: a.lohmann@t-online.de