Aktuelle Veranstaltungen
“Mayors for Peace Bochum 2026”
Veranstaltungsreihe vom 15. Mai bis 08. Juli 2026, dem “Flaggentag der Mayors for Peace”.
Die IPPNW-Gruppe Bochum lädt in Kooperation mit der Stadtbücherei Bochum zu einer Veranstaltungsreihe ein, die auf die Gefahren von Atomwaffen hinweist, für Abrüstung und für die Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrags.
Zu erkennen am grünen Logo der “Mayors for Peace”
Bochumer für den Frieden
mit dem OB zum Flaggentag der Mayors for Peace 2026
Auch 2026 ist bisher geprägt von Kriegen und zunehmender atomarer Bedrohung. Nach Auslaufen auch des letzten Rüstungskontrollvertrages gibt es erstmals seit Ende des Kalten Kriegs keine rechtsverbindlichen Rüstungsbeschränkungen mehr - weltweit. Gleichzeitig eskaliert zur Zeit eine riesige Aufrüstung und Modernisierung bestehender Waffensysteme, auch die von Atomwaffen.
Vor 30 Jahren, am 08. Juli 1996, veröffentlichte der Internationale Gerichtshof in Den Haag (IGH), ein wegweisendes Gutachten, nach dem nicht nur der Einsatz, sondern bereits die Androhung des Einsatzes von Atomwaffen grundsätzlich völkerrechtswidrig ist. Die Richter stellten zudem fest, dass für alle Staaten die Verpflichtung besteht, Verhandlungen zur vollständigen nuklearen Abrüstung in redlicher Absicht zu führen und zum Abschluss zu bringen.
Viele Städte des 1982 auf Initiative des damaligen Bürgermeisters von Hiroshima, Takeshi Arak, gegründeten Friedensbündnisses der „Mayors for Peace“, der Bürgermeister:innen für den Frieden, wählten daraufhin den 8. Juli eines jeden Jahres, um an diesem Tag mit dem Hissen der weißen Flagge mit grünem Logo vor den Rathäusern ein öffentliches Zeichen zu setzen für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen und um an ihre nationalen Regierungen zu appellieren, aktiv Abrüstungsbemühungen voranzutreiben wie z.B. dem Atomwaffenverbotsvertrag beizutreten. Weltweit gehören in 166 Ländern inzwischen 8.573 Städte, davon 929 in Deutschland (Stand 4/26) zu den Mayors-for-Peace-Städten.
Bochum ist seit 2006 dabei!
Aus diesem Anlass laden die IPPNW-Gruppe Bochum in Kooperation mit der Stadtbücherei Bochum zu der folgenden Veranstaltungsreihe ein
15. Mai bis 08. Juli 2026 “Mayors for Peace Bochum 2026
Hier finden Sie das Programm der gesamten Veranstaltungsreihe auf einer DIN A4 Seite (Vor-und Rückseite), auch zum Ausdrucken und Verteilen.
Freitag, 15. Mai 2026 bis Mittwoch, 08. Juli 2026, Stadtbücherei Bochum,
Gustav-Heinemann-Platz 2–6, 44787 Bochum
Zentralbücherei, Obergeschoss
Im Rahmen der Reihe “Mayors for Peace Bochum 2026” zeigen wir vom 15. Mai bis 08. Juli 2026 zwei Ausstellungen:
1. Posterausstellung:
Mayors for Peace Atomic Bomb Posters [Deutsch]
A Message from 1945 to the Future
Die Veranstaltung zur Ausstellungseröffnung ist am 29.05.2026, 18:00 - 20:00 Uhr
Diese Ausstellung ist weltweit nur in Mayors for Peace Städten zu sehen.
Sie zeigt auf 18 Postern die unvorstellbare, verheerende Zerstörungskraft und nachhaltige Verwüstung von Atombombenexplosionen, z.T. mit Originalaufnahmen aus Hiroshima und Nagasaki.
Sie zeigt aber auch Perspektiven für eine friedliche Zukunft.
Fazit: Kernwaffen sind ein “absolutes Übel” - Fazit der Überlebenden: Kein Mensch soll erleben müssen, was wir erdulden mussten. Wir wollen die letzten Hibakusha (Atombombenopfer) gewesen sein.
Eine überlebenswichtige Botschaft von August 1945 bis heute und für die Zukunft.
und
2. Origami for Peace – Die Kunst des Papierfaltens und die aktuelle Friedensbewegung
Veranstaltung zur Ausstellungseröffnung ist am 29.05.2026, 18:00 - 20:00 Uhr
Neben u. a. der Präsentation ausgewählter Papierfiguren des Bochumer Origami-Künstlers und -Experten Malte Pattberg informiert die Bochumer IPPNW Gruppe in der Ausstellung über die Bedeutung der Origami-Kunst für die Anti-Atomwaffen-Bewegung sowie mit Blick auf den „Mayors for Peace“-Flaggentag 2026 (8. Juli) über die aktuelle Lage von Frieden und Demokratie jenseits parteipolitischer Ziele.
Ein Begleitprogramm mit Origami-Workshops ist in Vorbereitung.
Zwei Ausstellungen der Bochumer IPPNW Gruppe, deutsche Sektion der Internationalen Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzt*innen in sozialer Verantwortung e.V., in Kooperation mit der Stadtbücherei Bochum, der Stadt Bochum und der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Dortmund.
Ausstellungsdauer: Freitag, 15. Mai – Mittwoch, 8. Juli 2026
Eintritt kostenfrei
Ausstellungsbesuch stets während der regulären Öffnungszeiten möglich:
Mo.-Fr.: 10–19 Uhr • Sa.: 10–13 Uhr
So.: geschlossen
Im Rahmen der Reihe “Mayors for Peace Bochum 2026”
Bei der Hängung der Ausstellung:
v. li. Filipe Tavares, Stadtbücherei; Dr. med. Ingrid Farzin, IPPNW;
Marcel Josch, Stadtbücherei, Arno Lohmann, IPPNW
Freitag, 29. Mai 2026, 18:00 - 20:00 Uhr, Stadtbücherei Bochum,
Gustav-Heinemann-Platz 2–6, 44787 Bochum
Zentralbücherei, Obergeschoss
Informationsveranstaltung zu den beiden Ausstellungen:
Mayors for Peace Atomic Bomb Posters -A Message from 1945 to the Future
und
Origami for Peace – Die Kunst des Papierfaltens und die aktuelle Friedensbewegung
Rundgang durch die Ausstellungen und kurze erläuternde Vorträge.
Der Eintritt ist frei.
Im Rahmen der Reihe “Mayors for Peace Bochum 2026”
Mittwoch, 10. Juni 2026, 18:00 - 20:30 Uhr, Stadtbücherei Bochum,
Gustav-Heinemann-Platz 2–6, 44787 Bochum
Zentralbücherei, Lore-Agnes-Raum
The Day after - Der Tag danach”
Filmvorführung mit Diskussion
The Day After – Der Tag danach”, 1983, 122 Min., FSK 12, ist ein US-Fernsehfilm von Nicholas Meyer, der den Ausbruch eines Atomkriegs und seine Folgen für die Bevölkerung im Mittleren Westen der USA schildert. Durch die Perspektive einzelner Bürger, Ärzte und Soldaten zeigt er den Zusammenbruch von Gesellschaft und Infrastruktur ohne Effekthascherei.
Bewegend, beklemmend und diskussionswürdig.
“Ein wichtiger, sehenswerter, erschütternder Klassiker des Anti-Kriegsfilms (1983)”
Handlung
Der Beginn des Filmes zeigt ein während des Kalten Krieges denkbares Szenario, das zum Ausbruch eines Krieges zwischen den Supermächten führt. Die Zuschauer erfahren die politischen Hintergründe nur indirekt durch Radio- oder Fernsehberichte; gleichzeitig werden die Hauptpersonen vorgestellt, die in verschiedener Weise auf die politische Krise reagieren: Während einige den Ernst der Lage erkennen, versuchen andere, die dramatische Entwicklung der Ereignisse zu ignorieren. mehr auf Wikipedia
FACING NUCLEAR REALITY - 35 Years after The Day After, Bulletin of the Atomic Scientists hier
Der Eintritt ist frei.
Um Spenden für die Veranstaltungsreihe wird gebeten.
Im Rahmen der Reihe “Mayors for Peace Bochum2026”
Mittwoch, 17. Juni 2026, 18:30 - 20:00 Uhr, Stadtbücherei Bochum,
Gustav-Heinemann-Platz 2–6, 44787 Bochum
Zentralbücherei, Obergeschoss
Dr. Jürgen Altmann, Privatdozent i.R., Physiker und Friedensforscher an der TU Dortmund.
Neue Mittelstrecken-Raketen in Deutschland - Schutz oder Gefahr?
Bedeuten mehr Raketen auch mehr Sicherheit für uns?
In diesem Jahr sollten US-Mittelstrecken-Flugkörper in Deutschland aufgestellt werden, hatten die US- und Bundesregierung 2024 vereinbart. Aber schon 2021 hatte die US-Army angekündigt, eine der fünf für weltweite Einsätze vorgesehenen „Multi Domain Task Forces“ in Deutschland aufzustellen. Die Flugkörper (500 bis 2.800 km Reichweite) sollen keine Nuklearsprengköpfe tragen, können aber Ziele weit im europäischen Teil Russlands erreichen, auch strategische Nuklearwaffen und Führungszentren. Ob Deutschland bei Angriffen eine Mitsprache haben würde, war unklar.
Die US-Stationierung ist inzwischen abgesagt, Deutschland und andere europäische Staaten bemühen sich um eigene Systeme.
Anfliegenden Marschflugkörpern und Hyperschallraketen kann man nicht ansehen, ob sie Nuklearwaffen tragen. Russland wird alles tun, um seine Abschreckung aufrechtzuerhalten.
Die Nervosität wird steigen; Fehlalarme und Überreaktionen sind auf beiden Seiten zu befürchten.
Dr. Jürgen Altmann erklärt die neuen Mittelstreckenwaffen, die nun zunächst nicht in Deutschland stationiert werden sollen, sowie die alternativen Aufrüstungspläne in Deutschland und Europa. Auch wird er das militärische Kräfteverhältnis zwischen NATO-Europa und Russland beleuchten.
Vortrag mit anschließender Diskussion.
Der Eintritt ist frei
Literaturhinweis:
Herbert Wulf, Alexander Lurz, Philip Steeg: EUROPA ALLEIN ZU HAUS? - Europas Sicherheitspolitik in Zeiten Donald Trumps,
Greenpeace, Mai 2026
https://www.greenpeace.de/publikationen/Europa_allein_zu_Haus.pdf
Im Rahmen der Reihe “Mayors for Peace Bochum2026”
Freitag, 26. Juni 2026, 18:30 - 20:00; Stadtbücherei Bochum,
Gustav-Heinemann-Platz 2–6, 44787 Bochum
Zentralbücherei, Obergeschoss
Dr. med. Gabriele von Wahlert, Bremen
Origami Kraniche für den Frieden
Vortrag und Diskussion
Unbestreitbar ist der Kranich die wohl bekannteste Origami-Figur. In Japan gelten diese majestätischen Vögel als Symbol für Wohlstand , Glück und die Erfüllung von Wünschen. Seit vielen Jahren dienen sie den Hibakusha ,den Überlebenden der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki, auch als Symbol des Friedens und ihres Kampfes für eine Abschaffung der Atomwaffen. Ihr Credo ist: „Was wir erleben mussten soll keinem Menschen je wieder geschehen. Wir wollen die letzten Hibakusha sein“.
Bochum ist der Stadt Hiroshima, die als erste durch den Abwurf einer Atombombe vernichtet wurde, durch 4 im Bochumer Verein gegossene Friedensglocken seit 1952 besonders verbunden.
Frau Dr. med.Gabriele von Wahlert , Ärztin für Gynäkologie und Psychotherapie, Mitglied der IPPNW - Internationale Ärztinnen und Ärzte zur Verhütung eines Atomkrieges, spricht über die Symbolik des (Origami-) Kranich, die Entstehung dieser Falt-Tradition und seiner besonderen Verbindung zu Hiroshima.
Sie sind herzlich eingeladen
Der Eintritt ist frei.
Im Rahmen der Reihe “Mayors for Peace Bochum2026”
Donnerstag, 02.07.2026, 19:00 Uhr, Marktkirche, Markt 2, 45127 Essen
Diskussionsveranstaltung der IPPNW-Gruppe Essen
Richtungsstreit in der Kirche - „kriegstüchtig oder friedenslogisch“ ?
Folgende Fragen werden von verschiedenen Standpunkten aus beleuchtet und diskutiert:
Soll die Kirche die politischen Vorgaben mittragen oder ihnen (auch) widersprechen?
Ist ein Präventivkrieg erlaubt, gibt es den „Gerechten Krieg“?
Wie steht die Kirche – politisch und ethisch – zum Besitz von Massenvernichtungswaffen?
Sichert uns der Glaube „Je mehr wir uns auf den Krieg vorbereiten, umso mehr verhindern wir ihn“, wirklich den Frieden?
Woran glauben wir eigentlich?
Sollen die Kirchen in den „Operationsplan Deutschland“ eingebunden sein?
Was sind Wege einer Kriegstüchtigkeit und Wege einer Friedenslogik?
Auf dem Podium:
- Dr. Thorsten Latzel, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Düsseldorf
- Militärdekan Dr. Roger Mielke, Koblenz
- Dr. Angelika Claußen, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Co-Vorsitzende der IPPNW, Bielefeld
Moderation:
- Christoph Fleischmann, Publik-Forum
Der Eintritt ist frei.
Eine Kooperation von: Kirchenkreis Essen I IPPNW – Internationale Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzt*innen in sozialer
Verantwortung e.V. Regionalgruppe Essen I Leserinitiative Publik-Forum e.V. | Evangelische Akademie Rheinland
Freitag, 03. Juli, Stadtbücherei Bochum, 18:00-20:00 Uhr,
Gustav-Heinemann-Platz 2–6, 44787 Bochum
Zentralbücherei
Susan Crane, Kalifornien, USA
Ziviler Ungehorsam gegen Atomwaffen. Wieviel Gehorsam schulden wir den kriegführenden Imperien?
Vortrag und Diskussion
Die US-amerikanische Friedensaktivistin Susan Crane ist aktiv im Widerstand gegen Atomwaffen und lebt in einer Catholic Worker Gemeinschaft in Kalifornien, USA.
Susan Crane ist eine außergewöhnliche Stimme der internationalen Friedensbewegung. Seit Jahrzehnten engagiert sie sich konsequent im gewaltfreien Widerstand gegen Atomwaffen – mit beeindruckender persönlicher Konsequenz: Sie hat wiederholt Gefängnisstrafen auf sich genommen, um auf die Illegalität und Unmoral nuklearer Abschreckung aufmerksam zu machen. Zuletzt leistete sie eine 8-monatige Ersatzfreiheitsstrafe in Deutschland ab. Sie lebt gemeinsam mit marginalisierten Menschen in einer Catholic Worker Gemeinschaft in Kalifornien, USA. Ihre Erfahrungen, ihre Klarheit und ihre Haltung machen ihre Vorträge zu eindringlichen Ereignissen.
Susan fragt: Wieviel Gehorsam schulden wir den kriegführenden Imperien? Was stärkt uns und gibt Hoffnung im Widerstand gegen Ungerechtigkeit?
Sie denkt mit uns über unsere moralische Verantwortung in Zeiten des Krieges nach.
Eintritt ist frei.
Wir bitten um eine Spende zur Unterstützung der Catholic Worker Gemeinschaft, Kalifornien.
Susan Crane wird an weiteren Orten in Deutschland zu Gast sein, von ihren Erfahrungen berichten und mit uns ins Gespräch kommen.
Die weiteren Termine finden Sie hier.
Im Rahmen der Reihe "Mayors for Peace Bochum 2026"
und in Kooperation mit der Gewaltfreien Aktion Atomwaffen Abschaffen (GAAA)
Flyer zum Download und zum weiteren Verteilen.
Mittwoch, 08. Juli, 12:00 - 14:00 Uhr,
Gustav-Heinemann-Platz 2–6, 44787 Bochum (vor dem Rathaus)
Mayors for Peace Day - Flaggentag 2026 in Bochum:
Frieden und Demokratie
Die Rede zum Flaggentag hält Bürgermeisterin Martina Schnell
Programm folgt
Eine Veranstaltung der Bochumer IPPNW Gruppe, deutsche Sektion der Internationalen Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzt*innen in sozialer Verantwortung e.V., in Kooperation mit der Stadtbücherei Bochum und dem Friedensplenum Bochum.
Der Eintritt ist frei.
Zum Abschluss der Reihe “Mayors for Peace Bochum2026”
