Hinweis:
Dienstag, 24. Februar 2026, 19.00 Uhr
Bahnhof Langendreer, Raum 6
Militarisierung im Gesundheitswesen
In dieser Veranstaltung setzen sich Beschäftigte aus dem Gesundheitswesen kritisch mit der zunehmenden Militarisierung von Gesellschaft und Medizin auseinander. Ausgangspunkt ist die Frage, warum Milliarden für Aufrüstung bereitgestellt werden, während es im Gesundheitswesen seit Jahren an angemessenen Löhnen, Personal und Ausstattung fehlt. Der Vortrag thematisiert die Pläne, das Gesundheitswesen „kriegstauglich“ zu machen, und stellt ihnen eine klare Haltung entgegen: Die Aufgabe von Gesundheitsfachkräften ist es nicht, Kriege vorzubereiten oder ihre Folgen zu verwalten, sondern Leid zu verhindern. mehr
Eine Veranstaltung von Bahnhof Langendreer in Zusammenarbeit mit dem Verein demokratischer Ärzt*innen (vdää)
Eintritt frei
Zurückliegende Veranstaltungen
Sonntag, 18. Januar 2026, 16:00 Uhr
KoFabrik, Stührmeyerstraße 33, 44787 Bochum
29. politischer Kaffeeklatsch der Attac-Gruppe Bochum mit
Dr. med. Ingrid Farzin, IPPNW Bochum
Fünf Jahre Atomwaffenverbotsvertrag. Geschichte und Inhalt
Vortrag und Diskussion
Seit 5 Jahren ist der Atomwaffenverbotsvertrag völkerrechtlich verbindlich in Kraft. - 73 Staaten haben ihn unterzeichnet und ratifiziert, über 600 NGOs unterstützen ihn. Deutschland ist nicht dabei, sondern vertraut auf die Nukleare Teilhabe in der NATO. Und doch ist gerade in den letzten Jahren die Atomkriegsgefahr enorm gestiegen, die “doomsday clock” steht erstmals seit 1947 auf 89 Sekunden vor 12.
Kann uns das Völkerrecht vor dem Atomkrieg schützen? Denn, wie UN-Generalsekretär Guterres treffend formulierte, “Wir müssen die Atomwaffen vernichten, bevor sie uns vernichten”.
Dr. Ingrid Farzin von der Bochumer IPPNW-Gruppe berichtet über Geschichte und Inhalt des Vertrags, und freut sich auf die Diskussion über seine und unsere Zukunft.
Der Eintritt ist frei
Was bedeutet ein „kriegstüchtiges“ Gesundheitssystem für uns alle?
Montag, 8. Dezember 2025, 19.30 Uhr Café Central im Grillo-Theater Theaterplatz 11, 45127 Essen
Im Rahmen der „Zeitenwende“ soll sich auch unser Gesundheitswesen auf kriegerische Auseinandersetzungen vorbereiten.
Deutschland wird in den strategischen Denkmodellen als Aufmarsch- und Durchzugsgebiet von NATO-Truppen gesehen.
Außerdem soll unser Land Drehscheibe und Behandlungsort für verwundete NATO-Soldat*innen werden. Krankenhäuser sollen
kriegstauglich werden – vorbereitende Maßnahmen laufen schon heute.
Was sind die Risiken und Nebenwirkungen dieser Planungen?
Was bedeutet dies für die Beschäftigten? Aber was bedeutet dies auch für uns Bürger, die wir medizinische Hilfe benötigen?
Ist das alles unausweichlich? Wie kann das Gesundheitswesen zivil bleiben?
Welche Rolle spielen Feindbilder oder Angst?
Diese Fragen werden von verschiedenen Standpunkten aus beleuchtet und gemeinsam diskutiert.
Im Podium sind:
- Ute Rippel-Lau, Fachärztin Allgemeinmedizin, Hamburg, IPPNW
- Dr. Angelika Claußen, Fachärztin Psychiatrie und Psychotherapie, Bielefeld, Vorstand IPPNW
- PD Dr. Andreas Follmann, Anästhesist, Aachen, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Katastrophenmedizin
- Christian Kromberg, Stadt Essen – Geschäftsbereichsvorstand für die Bereiche Recht, öffentliche Sicherheit und Ordnung
Moderation: Klinikpfarrer Uwe Matysik, Evangelische Huyssens-Stiftung Essen
Veranstaltende:
IPPNW – Internationale Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges,
Ärzt*innen in sozialer Verantwortung e.V., Regionalgruppe Essen |
Essener Friedensforum | pax christi Diözesanverband Essen | Friedenskreis Billebrinkhöhe im Forum Billebrinkhöhe | Wehrhaft ohne Waffen
Modellregion Essen | EXILE Kulturkoordination e.V. | Schauspiel Essen
Donnerstag, 04. Dezember 2025, 19.00-20.30 Uhr
Pauluskirche, Grabenstraße 9, 44787 Bochum
- "Ein Haus aus Dynamit" - "A House of Dynamite" ...
... das hat die atomare Abschreckungspolitik aus unserem Globus gemacht. Ein Haus, im dem eine Fehlzündung uns und unsere gesamte Zivilisation verbrennen kann.
Können wir "aus Versehen" in einen Atomkrieg hineinrutschen?
Eindringlich zeigt der Netflix-Film "A House of Dynamite", die 20 Minuten, die den Verantwortlichen in den USA nach einem Angriffsalarm bis zum atomaren Gegenschlag mit ihren Atombomben laut Einsatzplan bleiben würde. Zum Glück ist es ein spannender, wenn auch makabrerer Thriller, keine Dokumentation. Mehr zum Film
Doch im Jahr 1983, mitten im Kalten Krieg, gab es tatsächlich einen Angriffsalarm, der die Welt an den Rand eines Atomkriegs zwischen den USA und der damaligen Sowjetunion führte. Einer Raketenabwehrstation nahe Moskau wurde ein Angriff US-amerikanischer Raketen gemeldet, der nach allen Sicherheitsüberprüfungen immer wieder bestätigt wurde. Der diensthabende Offizier, Stanislaw Petrow, stufte schließlich, entgegen dem Sicherheitsprotokoll, die Meldung als Fehlalarm ein und verhinderte so den atomaren Gegenschlag. Später stellte sich heraus, dass Sonnenreflexionen von Beobachtungssatelliten als Raketenstarts fehlinterpretiert worden waren.
###MORE###
Können wir "aus Versehen" in einen Atomkrieg hineinrutschen?
Diese Frage wollen wir folgenden Referenten stellen:
Karl Schumacher aus Oberhausen.
Als 1998 bekannt wurde, wie nah die Welt einem Atomkrieg gewesen ist, bewegte es ihn so sehr, dass er sich auf den weg nach Moskau machte, um Herrn Petrow zu danken. Danken für die Rettung von Millionen Menschen vor dem Atomtod (mehr)
Karl Schumacher wird uns von seiner persönlichen Begegnung mit Stanislav Petrow berichten.
Dr. Jürgen Altmann, Privatdozent i.R., Physiker und Friedensforscher an der TU Dortmund.
Seit 1985 bearbeitet er wissenschaftlich technische Probleme der Abrüstung. Eine seiner Hauptfragen ist: Welche Folgen für den Frieden würden neue Waffensysteme bringen, insbesondere unbemannte und autonome Systeme und der Einsatz von KI.
Krysztof Daletski hat gemeinsam mit seiner Tochter ein Lied über Stanislaw Petrow geschrieben, das beide mit anderen Friedensliedern vortragen werden.
Eine Veranstaltung der Regionalgruppe der IPPNW - Internationale Ärztinnen n Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs.
Der Eintritt ist frei.
V.i.S.d.P.: Dr. med. Ingrid Farzin, mailto: ingrid-farzin@mailbox.org
###LESS###
