Gewaltfreie Kommunikation

 

Gewaltfreie Kommunikation (GfK) ist nicht nur eine Methode, um gelingende und befriedigende Kommunikation in Konfliktsituationen führen zu können. GfK ist darüber hinaus die Haltung einer achtsamen Wertschätzung für mein Gegenüber und für mich, die tiefer als bei einer Klärung der Sachebene verstehen will, warum der und die andere so denkt, so redet, so handelt, wie er oder sie es tut – oder auch nicht tut –, bis eine für beide Seiten befriedigende Beziehung entstehen kann.
Es kommt mehr darauf an, dich – und mich – zu verstehen, als "Es" zu verstehen.

Darüber hinaus ist Gewaltlosigkeit keine Strategie, die man heute anwendet und morgen wieder fallen lässt.
Es kommt nicht darauf an, dass wir in Krisen zusammenstehen und unseren Patriotismus mit dem Hissen einer Flagge zum Ausdruck bringen, es reicht nicht, eine Supermacht zu werden, die sich ein Waffenarsenal anlegt, mit dem diese Erde vielfach zerstört werden kann, es ist nicht genug, uns den Rest der Welt durch unsere militärische Macht zu unterwerfen, denn Frieden kann nicht auf Angst aufgebaut werden." (Arun Gandhi, Gründer und Präsident des M. K. Gandhi-Instituts für Gerechtigkeit)

GfK fängt ganz praktisch im Alltag an: "Häufig stehen wir ratlos vor Differenzen oder Konflikten im Beruf, in der Familie oder im Alltagsleben da. Die GFK erfüllt die Vision einer Sprache der Verständigung.
Konflikte beginnen mit der Bewertung von Menschen - so ein Grundsatz von Marshall Rosenberg. Die GFK hilft uns, hinter Bewertungen zu blicken und uns mit den dahinter stehenden Gefühlen und Bedürfnissen zu verbinden."
Norbert Struck, Hamburg, Gewaltfreie Kommunikation

Literaturempfehlungen

 

 

 

 

 

  • Stärke wird zumeist – und scheinbar unweigerlich – in Gewaltkategorien gedacht. Doch es geht auch anders:


    Erica Chenoweth, Maria J. Stephan: Warum ziviler Widerstand funktioniert. Die strategische Logik gewaltloser Konfliktbearbeitung. Mit einem Geleitwort von Jürgen Grässlin und Stephan Maas
    Verlag Nomos, Reihe Religion – Konflikt – Frieden, Band 11

 

 

 

 

  • Walter Wink, Verwandlung der Mächte, Verlag Friedrich Pustet.

    Der 2012 verstorbene amerikanische Theologe Walter Wink prägte den Begriff vom „Mythos der erlösenden Gewalt“, dem in unserer heutigen Gesellschaft viele scheinbar blind verfallen sind.
    In kurzer Zeit wurde das Buch zu einem modernen Klassiker einer Theologie der Gewaltfreiheit.